Die Saatgutinitiative SPICA
Initiative für lebensgemäße Saatgutkultur e. V.

Seit 1993 bereits auf dem Gebiet der biologisch-dynamischen Saatgutforschung und -entwicklung tätig, gründete Heidi Franzke im Jahr 2000 den Verein Spica, Initiative für lebensgemäße Saatgutkultur e. V Den Anfang ihres Weges bildete eine zweijährige Tätigkeit im Zuchtgarten für Kulturpflanzenregeneration der Hera-Forschungsstelle/Eifel. Ab dem Jahr 1995 widmete sie sich insbesondere dem methodischen Ansatz von Martin Schmidt in der Regeneration des Roggens und bearbeitete - unterstützt durch eine Förderung der Anthroposophischen Gesellschaft von Deutschland den Nachlaß aus seiner 16-jähringen Tätigkeit.
Aussaatversuche im Jahr 1997 zum Einfluß der Körnerlagen ermöglichten eine Vertiefung dieses Ansatzes und trugen zu einem erweiterten Verständnis von Qualitäten bei, welche aus inneren Ordnungsprinzipien im Lebenskräftefeld der Ähre hervorgehen.
Die Geisteswissenschaftlichen Ausführungen Rudolf Steiners im `Landwirtschaftlichen Kurs" 1924 zu den Kräftewirkungen der Sonne im pflanzlichen Leben sowie die Erkenntnisse, welche Martin Schmidt in seiner 1ätigkeit hierzu gewinnen konnte, bild(et)en somit die wesentliche Ausgangsbasis für die weitere Forschung wie für den methodischen Ansatz in der Saatguterzeugung im Rahmen dieser Initiative.
|
Skizze: Kosmische Wirkenseinflüsse auf das pflanzliche Leben über und unter der Erde |
|
|
|
Rudolf Steiner, Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, R.Steiner-Verlag, Dornach 1979, 5. Vortrag, Seite 44 |
Forschung
Eine Aufgabenstellung wie die Regeneration von Lebensprozessen und -kräften unserer Nahrungspflanzen bedarf weiterer Grundlagenforschung. Dies gilt heute für nahezu alle Lebensbereiche.
Dabei fordert die Bearbeitung von Fragen auf dem Feld der Lebenskräfte andere dem Lebendigen adäquatere Arbeitsweisen als sie in der Naturwissenschaft ihre Anwendung finden. Ein methodischer Ansatz ist, aus der Überschau von Zeit- sprich Wachstums- und Reifeprozessen die entwicklungsbestimmenden Kräfte im pflanzlichen Leben zu erschließen. Auf diese Weise konnten bislang erste Qualitätskriterien für die Saatgutarbeit aus den Lebenskräftewirksamkeiten heraus erarbeitet und der Zusammenhang aufgezeigt werden, wie sich die Getreidepflanze in den einzelnen Entwicklungsphasen in Verbindung mit den Kräften aus dem Umkreis entfaltet.

Farbaufleuchten in der Abreife
Veröffentlichungen hierzu:
"Der Sonnewesen Kräftewirken im pflanzlichen Prozeß, " Lebendige Erde 4/2004
"Das Ährenbeet von Martin Schmidt. Ein Weg zur Lebenskräftesphäre der Pflanze." Lebendige Erde 3,2001
"Die Ährenbeetmethode von Martin Schmidt. Zu einem spirituellen Verständnis des Vererbungsgeschehens." Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland Nr. 205, Michaeli III/98
Methodischer Ansatz in der Sortenentwicklung
Seit 1997 wurde über bewußte Wahl von Lebensumraumverhältnissen an der Erzeugung von Saatgut insbesondere von Winterweizen, vereinzelt auch von Dinkel und Roggen gearbeitet.
Methodisch wurden dabei die Kräfteverhältnisse an verschiedenen Standorten bedingt durch die topographische Lage und den geologischen Untergrund berücksichtigt und in Verbindung von winter- und sommernaher Aussaat für die Regeneration eingesetzt.
Eingegliedert ist die Arbeit jeweils in dem vom Landwirt gepflegten Hoforganismus. Dem Einsatz der biologisch-dynamischen Präparate wird vor allem im Zuchtgarten besondere Aufmerksamkeit und Intensität gewidmet.
Sorten
Über den wechselweisen Anbau ließen sich in den vergangenen Jahren nicht nur Sorten veredeln, sondern es entwickelten sich hierüber auch neue Sortenbilder. In eine erste Feldvermehrung gingen im Herbst 2005 folgende Winterweizen- und eine Winterroggensorte:
WWz-Sorten: „Erbes Weizen"; „Erbglanz";
„Rauscheblatt`; „Bienenblute"
Wi-Rog-Sorte: „Corona" (M.S.-Roggen-Linie)
Ab Sommer 2006 kann von diesen Sorten Saatgut in gewissen Mengen abgegeben werden.
Ein 70-80% frei dreschender Dinkelweizen mit sehr guten Reifequalitäten steht in diesem Jahr in der Vorvermehrung für einen ersten Feldanbau im Herbst 2006.
Standort /Qualitätsprüfung
Auf sieben biologisch-dynamisch geführten Betrieben werden seit Herbst 2005 bereits Sorten der Saatgutinitiative an unterschiedlichen Standorten angebaut, z.T. bereits im dritten Anbaujahr.
Auch liegen erste Erfahrungen in der Verarbeitung in verschiedenen Teigverfahren vor sowie Ergebnisse aus Untersuchungen mit bildschaffenden Methoden von Herrn Jürgen Fritz, Gesellschaft für goetheanistische Forschung e.V.
Förderung:
Ermöglicht wurde die bisherige Arbeit durch Zuwendungen durch die Software AG-Stiftung und den Sonderfond der GLS Treuhand e. V. Sie bedarf der weiteren Unterstützung von Menschen, welche in diesen Bemühungen eine Bedeutung für die Zukunft erkennen können und dies zum Ausdruck bringen möchten.
|
Anschrift: Spica, Initiative für lebensgemäße Saatgutkultur e. V. Heidi Franzke (Dipl.-Ing. agr. FH) Zwerweg 19, 75378 Bad Liebenzell UL |
Spendenkonto: Konto.-Nr.: 46 91 474 Sparkasse Pforzheim Calw BLZ: 666 500 85 |